Da sich Histaminintoleranz durch einen Mangel oder einer Dysfunktion des Enzyms Diaminoxidase (DAO) auszeichnet, sind Kreuzreaktionen fatal.
Kreuzreaktionen haben Auswirkungen auf die Histaminintoleranz, wenn dadurch zusätzlich Histamin freigesetzt wird. Zudem können Bioamine die DAO verwenden, die der Körper für die Histamine benötigen würde.
Was Kreuzreaktionen sind, könnt ihr in dem Beitrag der vergangenen Woche nachlesen.
Kreuzreaktionen mit anderen biogenen Aminen
Es gibt Amine, die wie der Histaminabbau DAO benötigen. Die Enzyme sind also simpel durch andere Amine beschäftigt und lösen eine Histaminintoleranz aus.
Zu den biogenen Aminen, die ebenfalls das Enzym DAO benötigen, gehören:
- Tyramin, was besonders in gereiftem Käse, Schokolade und Rotwein vorkommt
- Phenylethylamin befindet sich ebenfalls in Schokolade und in fermentierten Lebensmitteln
- Putrescin & Cadaverin finden sich ebenfalls in fermentierten Lebensmitteln, aber auch in verdorbenem Fleisch
Diese Stoffe können also nicht nur Histamin freisetzen, wie Schokolade oder Alkohol, sondern benötigen DAO.
Histamin freigesetzt durch Kreuzreaktion?
Gerade in Lebensmitteln finden sich viele Produkte, die Histamin freisetzen können. Als Beispiel Zitrusfrüchte, aber auch Erdbeeren und Ananas.
Beim Gemüse stehen Tomaten und Avocado an erster Stelle. Natürlich darf man auch die Schokolade nicht vergessen. Zudem stehen Zusatzstoffe auf der Liste, wie Glutamat, Benzoate und Sulfite.
Einige Produkte können DAO blockieren. Als Beispiel Energydrinks, die Theobromin oder Theophyllin enthalten. Auch Medikamente können das Enzym DAO hemmen.
Lebensmittelallergien können auf alle Fälle immer eine Histaminintoleranz verstärken, weil sie vermehrt Histamin freisetzen.
Salicylatintoleranz, die bei Tee, aber auch Gewürzen vorkommen kann, kann zur Verschärfung einer Histaminintoleranz führen, aber auch zur Fructoseintoleranz. Selbstverständlich gehört auch die Laktoseintoleranz oder eine Glutenunverträglichkeit dazu.
Alle Intoleranzen verstärken nicht nur das Histamin, sie können auch Kreuzreaktionen fördern.
An erster Stelle steht bei Symptomen immer der Gang zu einem Arzt an. Bauen Sie Ihren Darm auf, dabei können Ihnen unsere Probiotika Unterstützung bieten. Machen Sie ein Blutbild, Intoleranzen können durch eine eingeschränkte Ernährung zu Vitamin- oder Mikronährstoffmangel führen. Auch dazu bieten wir Lösungen an.
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Quellennachweis: Kreuzreaktionen Wein

