Östrogen hat tatsächlich einen weitreichenden Einfluss auf die Histaminintoleranz. HIT und Östrogene besitzen eine Wechselbeziehung.
Welche Wechselbeziehung haben Östrogen und HIT?
Östrogen kann Histamin verstärkt freisetzen und gleichzeitig den Abbau von Histamin verringern. Der Grund für diese Reaktion liegt in den Mastzellen. Mastzellen können vermehrt Histamin freisetzen und die Mastzellen sind vermehrt während der Menstruation oder einer Schwangerschaft aktiv.
Allerdings benötigt es für eine solche Wechselbeziehung noch eine genetische Komponente. Ist diese vorhanden, ist dies der Grund für Frauen, die über Hautrötungen und Kopfschmerzen bis zu Migräne während der Periode oder Schwangerschaft klagen.
Östrogen kann die DAO-Aktivität reduzieren. Dies bedeutet auch automatisch einen langsameren Abbau von Histamin. Dadurch kann sich Histamin im Körper anreichern.
Histamin und Östrogen konkurrieren auch bei Abbauwegen über Leberenzyme (CYP450). Ein erhöhter Östrogenspiegel wird zusätzlich über das gleiche Leberenzym abgebaut und führt damit auch zu einer vermehrten Anreicherung von Histamin im Körper.
Zyklusabhängige Symptome von Histaminintoleranz
In der prämenstruellen Phase ist das Östrogen hoch, das Progesteron niedrig und die Histaminintoleranz verschlechtert sich.
Auch die Antibabypille kann eine Histaminintoleranz verschlimmern. Genau hier setzt eine der Therapien an, indem Betroffenen Progesteron verschrieben wird. Nicht immer ist lediglich das Östrogen zu hoch, manchmal ist auch einfach zu wenig Progesteron vorhanden, was sich auch wiederum schlecht auf die HIT auswirkt, aber zum Beispiel in den Wechseljahren ausgeglichen werden kann.
Progesteron, Mastzellen und HIT
Progesteron gleicht die Mastzellen aus und diese wiederum stören den Histaminabbau somit nicht weiter.
Zusammenhang von Mastzellen und Histaminintoleranz
Unter Mastzellen versteht man Immunzellen, die in Schleimhäuten vorkommen. In der Haut, im Bindegewebe, im Darm und in den Atemwegen. Die Mastzellen speichern in großen Mengen Histamin, aber auch Heparin und Prostaglandine. Werden Mastzellen aktiviert, schütten sie Histamin und andere Entzündungsmarker aus.
Als Auslöser können Allergene, aber auch Stress oder Staub sowie Alkohol oder Hitze, zudem auch Kälte fungieren.
Dabei gibt es auch ein chronisches Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)
Lassen Sie Ihre Hormone beim Gynäkologen bestimmen (Östrogen/Progesteron-Verhältnis) und eine DAO-Bestimmung im Blut durchführen. Diese Untersuchungen können weiterhelfen. Zudem kann auch eine Anpassung der Ernährung weiterhelfen. Bei einem Vitaminmangel durch HIT kann unser Nahrungsergänzungsmittel Betadianin unterstützend wirken.
Fragen Sie einfach Ihren behandelnden Arzt.
Bildquelle: Debby Hudson Unsplash
Quellenangabe: Medizinische wissenschaftliche Bibliothek

