Was ist das Leaky-Gut Syndrom bei Histaminintoleranz?

Ein anderer Begriff für das Leaky-Gut Syndrom ist ein durchlässiger Darm. Gemeint ist, dass die Darmschleimhaut und damit die Darmbarriere durchlässiger werden.

Was bedeutet das Leaky-Gut Syndrom praktisch gesehen?

Bakterien und Toxine können durch die durchlässige Darmbarriere in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungen auslösen.

Im Regelfall kann ein gesunder Darm schädliche Stoffe abblocken und Nährstoffe abgeben. Ist diese Funktion gestört, sind die Folgen weitreichend.

Bei einer Histaminintoleranz können so mehr Histamine in den Körper gelangen, da ja Entzündungen durch die Toxine entstehen. Hinzu kommt, dass das Enzym Diaminoxidase (DAO) durch das Leaky-Gut leidet und noch schlechter Histamin abbauen kann.

Gibt es weitere Zusammenhänge mit Histaminintoleranz?

Es wird vermutet, dass ein durchlässiger Darm eine Histaminintoleranz auslösen könnte. Einerseits verursacht er direkt Entzündungen und diese wiederum aktivieren das Immunsystem, was zu Histaminausschüttung führt. Da der Darm beeinträchtigt ist und damit wenig Diaminoxidase abgebaut werden kann, entsteht ein Teufelskreis.

Neben einer Histaminintoleranz und Entzündungen im Körper können auch unterschiedliche Lebensmittelallergien entstehen.

Wie stellt man das Leaky-Gut Syndrom fest?

Um das Leaky-Gut Syndrom zu diagnostizieren, gibt es unterschiedliche Wege. Einen Standardtest gibt es nicht.

Bei Verdacht auf einen durchlässigen Darm können unterschiedliche Laboruntersuchungen Aufschluss geben. Darunter Zolunin im Blut oder Stuhl. Das Protein Zolunin regelt sozusagen die Dichtung zwischen den Darmzellen.

Zudem gibt es einen sogenannten Lactulose-Mannitol-Test, bei dem der Patient eine Flüssigkeit trinkt und man anschließend den Urin analysieren kann.

Die Anamnese durch den Arzt kann diese Laboruntersuchungen anregen, denn die Symptome sind vielfältig und diffus. Manche Symptome lassen ein breites Spektrum von möglichen Ursachen zu.

Was tun bei durchlässigem Darm?

Zuerst die gute Nachricht – nicht jeder mit dem Leak-Gut Syndrom bekommt automatisch eine Histaminintoleranz und umgekehrt. Nicht jeder mit einer Histaminintoleranz bekommt das Leaky-Gut Syndrom.

Neben einer Diät, die den Darm aufbaut, ist auch eine Analyse des Stuhlgangs durch den behandelnden Arzt ein Ansatz.

Hinzu kommen Nahrungsergänzungsmittel wie Probiotika, zum Beispiel unser Abdigan, welches auch bei Histaminunverträglichkeit gut vertragen wird. Zusätzlich beugt Betadianin Nährstoffmangel vor. Gerade bei durchlässigem Darm sind Nährstoffe wichtig und auch Histaminintoleranz geht oft mit einem Nährstoffmangel einher.

Für spezifische Diäten fragen Sie Ihre Ernährungsberaterin und bei Fragen zu Nährstoffmangel konsultieren Sie Ihren Arzt.

Bildquelle: nadineprimeau unsplash

Quellennachweis:

pupmed Zusammenhang von Autoimmunkrankheiten und Leayk-Gut Syndrom

pupmed Rolle der Darmbakterien bei Histaminintoleranz